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Onlinesucht - Die Schattenseiten des Internets


Das Medium Internet ist zu einem festen Bestandteil der Gesellschaft und für viele Menschen und Unternehmen unverzichtbar geworden. Die positiven und gleichzeitig auch negativen Seiten liegen auf der Hand, es gibt eine unbegrenzte Masse an verschiedensten Informationen die jederzeit abrufbar sind. Es können Kontakte zu Menschen aus aller Welt gefunden und geknüpft werden. Welche Folgen das Medium und der damit verbundene gesellschaftliche Wandel hat, ist bislang noch nicht vollkommen klar. Klar ist jedoch, das es auch Schattenseiten gibt. Ein Teil dieser Schattenseiten ist die Onlinesucht und die damit verbundene soziale Vereinsamung über die hier berichtet werden soll.

Was ist eine Onlinesucht?

Wie bei allen Süchten gibt es hier keine klare Grenze zwischen einer Leidenschaft und einem Suchtverhalten. Der Übergang von einer Freizeitbeschäftigung (oder auch der Arbeit mit dem Medium Internet) bis hin zu einer Sucht kann fließend und für den Betroffenen unmerklich sein. Es kann jedoch gesagt werden, dass in dem Maße wie andere Bereiche des Lebens vernachlässigt werden und der Betroffene nicht in der Lage ist sein Konsumverhalten zu steuern oder einzugrenzen von einer Sucht gesprochen werden kann.
Jeder Sucht liegt eine Sehnsucht zugrunde die mit dem Suchtmittel versucht wird zu erfüllen. Das Internet spielt hierbei die Rolle eines Kommunikationsmediums und kann in erster Linie auch nur diesen Bereich abdecken. Kommunikation und Ausdruck ist ein zentrales Bedürfnis des Menschen, sie allein kann andere Bereiche wie den menschlichen Kontakt jedoch nicht ersetzen. Ein realer menschlicher Kontakt ist der Ausdruck einer wahrhaftigen Begegnung, für die Kommunikation des Internets gilt dies nur begrenzt, da sich hier Realität, Fantasie und Fiktion sehr oft verwischen.


Was sind die Anzeichen und Folgen einer Onlinesucht ?

Der Betroffene kapselt sich mehr und mehr von seinem realen Umfeld ab und pflegt stattdessen Onlinebekanntschaften in der er oft eine Rolle oder Position einnimmt welche sich von seiner realen Existenz und Lebenssituation unterscheidet.

- Er ist nicht in der Lage seine Onlinezeiten zeitlich einzugrenzen.
- Er hat infolge seiner Sucht Probleme damit alltägliche Aufgaben zu erledigen.
- Er empfindet den Besuch von Freunden und die damit verbundene Unterbrechung seiner Beschäftigung als lästig und reagiert gereizt.
- Seine Aufmerksamkeit und sein Interesse für andere Beschäftigungen sinkt oder verliert sich gänzlich.
- Die Abkapselung vom realen Umfeld führt zur sozialen Vereinsamung, auch wenn dies dem Betroffenen selbst nicht so erscheint, da er ja seine Bekanntschaften mit Gleichgesinnten pflegt.


Welche Umstände können zur Onlinesucht führen?

Es gibt Faktoren die zur Onlinesucht beitragen können oder einen wechselseitigen Einfluss haben. Die Abkapselung und Flucht ins Internet dient hier oft der Vermeidung, die Vermeidung führt wiederum zu erneuten und verstärkten Problemen.


Eine Rolle spielen können....

- Ängste und soziale Phobien
- Arbeitslosigkeit oder Probleme im Arbeitsumfeld
- Partnerschaftliche oder familiäre Probleme, Beziehungslosigkeit, Probleme in der Schule.


Sonstige Gründe können sein...

- Mangelnde Kontakte infolge eines Umzugs.
- Mangelnde Mobilität


Mögliche körperliche Folgen können sein...

-
Haltungsschäden durch einseitige Belastung und Haltung.
- Eine sich verschlechternde Sehschärfe (Kurzsichtigkeit).
- Schlafmangel durch nächtliche Onlineaktivitäten.
- Eine sinkende Vitalität und Kondition durch mangelnde Bewegung.
- Motorische Störungen durch mangelnde Flexibilität und Bewegung.


Welche Therapiemöglichkeiten gibt es?

Es gibt sehr gute Therapiemöglichkeiten und Hilfen, wichtig ist jedoch die Einsicht des Betroffenen und der Wille zur Veränderung. Da sich der Betroffene oft ein soziales Netz und eine eigene Rolle über das Internet aufgebaut hat, ist von einem kalten Entzug eher abzuraten. Viel eher sollte hinterfragt werden was sich der Betroffene vom Internet erhofft, welche Sehnsüchte und Wünsche er damit konkret verbindet. Hinter einer Sucht stehen sehr oft Ängste und Probleme die zur Sucht führten und hinterfragt werden können.

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